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Freitag, den 05.06.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Platz für Elefantenbullen in Heidelberg. Jenny und Ilona werden es in Karlsruhe gut haben


PressemitteilungIn Europa werden immer mehr Elefanten geboren – das ist eine gute Nachricht. Noch vor wenigen Jahren war fraglich, ob es in dreißig Jahren überhaupt noch Elefanten in Europäischen Zoos geben würde, so gering war die Geburtenrate. Inzwischen sieht sich das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten (EEP) mit einem anderen Problem konfrontiert: In den letzten Jahren wurden sehr viele junge Elefantenbullen geboren und für die fehlt bislang der Platz. Zur Entschärfung dieser Situation will der Zoo Heidelberg einen Beitrag leisten: Für die beiden Elefantendamen des Zoos wurde im Zoo Karlsruhe ein guter Platz gefunden und der Zoo Heidelberg wird in seinem neuen Elefantenhaus eine Gruppe junger Elefantenbullen halten.

"Wir fühlen uns sowohl für unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona verantwortlich wie für die Erhaltung der Elefantenpopulation insgesamt," schildert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Situation. "Leider sind unsere Elefantenkühe, insbesondere Ilona, und eine Jungbullengruppe nicht miteinander zu halten. Seit Monaten diskutieren wir mit den Koordinatoren des Erhaltungszuchtprogramms, mit Elefantenexperten, mit Kollegen aus anderen Zoos, unseren Tierpflegern und anderen Mitarbeitern welchen Weg wir gehen sollen. In diesen Gesprächen ist die Entscheidung gereift, jungen Elefantenbullen einen Platz geben zu wollen, wenn wir gleichzeitig unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona in eine gute Haltung abgeben können. Wir haben die beiden Damen in den letzten Jahren sehr in unser Herz geschlossen und sind sehr froh, dass wir mit dem Zoo Karlsruhe einen guten neuen Halter direkt in der Nähe gefunden haben". Der Zoo Karlsruhe will alles tun, um den beiden schwergewichtigen Damen den Umzug so leicht wie möglich zu machen und sicherzustellen, dass sie sich in der Fächerstadt wohlfühlen. "Wir freuen uns sehr, dass unsere zwei alten Elefantenkühe so liebe Gesellschaft erhalten", freut sich die Karlsruher Zoodirektorin, Dr. Gila von Hegel. Für Ilona würde es das Wiedersehen mit einem alten Freund bedeuten. Der Karlsruher Elefantenpfleger Lars Hromniak hat bereits als ganz junger Tierpfleger im Zoo Hannover mit ihr Freundschaft geschlossen. Der Umzug ist für Ende des Sommers geplant, damit die Heidelberger und die Karlsruher Elefanten sich noch bei gutem Wetter im Freigehege ausgiebig "berüsseln" können.

Für das Erhaltungszuchtprogramm ist die Heidelberger Entscheidung sehr wichtig: es gibt noch kaum Jungbullengruppen. "Es ihr unser Ziel, dass in Heidelberg aufgewachsene Jungbullen, wenn sie 10-12 Jahre alt werden, für jeden Zoo die erste Wahl sind, wenn ein neuer Zuchtbulle gesucht wird", betont Dr. Wünnemann. Die Entscheidung wird auch von den Verantwortlichen des Erhaltungszuchtprogramms und der für den Elefantenschutz engagierten European Elephant Group positiv kommentiert. Ton Dorrestejin (Vorsitzender des Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Elefanten): "Das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten ist über die Bereitschaft des Heidelberger Zoos, in den kommenden Jahren eine Jungbullengruppe zu halten, informiert und kann nur seine aufrichtige Unterstützung für diese Absicht ausdrücken. Selbstverständlich wird das EEP dem Zoo Heidelberg helfen, adäquate und gute Plätze für die alten Elefantendamen zu finden, die nun in Heidelberg leben. Zum Glück gibt es aus den letzten zehn Jahren viele Beispiele für den erfolgreichen Transport älterer Elefanten". Jürgen Schilfarth (Vorsitzender der European Elephant Group): "Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten – und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen (in Deutschland derzeit noch kein einziger). Nach ihrem Heranwachsen unter Spiel- und Artgenossen können die geschlechtsreif gewordenen Bullen bei Bedarf und unter Berücksichtigung genetischer Gesichtspunkte als Zuchtpartner an andere Haltungsstätten abgegeben werden und dort für Nachwuchs sorgen".

Die anderen Elefantenhalter in Europa freuen sich über die Entscheidung des Heidelberger Zoos. "Als wir nur erwähnt haben, dass wir darüber nachdenken, haben die ersten Kollegen schon gefragt, wann sie ihre Jungbullen zu uns bringen können", berichtet der Heidelberger Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. "In den letzten Jahren hat unser engagiertes Team im Elefantenrevier viel für einen guten Ruf unserer Elefantenhaltung – trotz beengter Räumlichkeiten – getan. Deshalb sind wir sicher, dass wir schöne Jungbullen für unser Haus finden werden."


© Parkscout / Zoo Heidelberg




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