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Samstag, den 15.05.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Heidelberg: DIE JUNGEN WILDEN KOMMEN!


PressemitteilungDas bestgehütete Geheimnis Heidelbergs wird gelüftet! Die ersten Elefanten - Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo wird aus Voi Nam (8Jahre) aus Leipzig, Thai (5 Jahre) aus Hamburg und Tarak (4 1/2 Jahre) aus Hannover bestehen. Der Einzug in das neue Elefantenhaus soll in 7-8 Wochen stattfinden.

Manche Bauarbeiter verlassen nach vollendeter Arbeit stolz die Baustelle, andere sind noch voll in Aktion und einige beginnen gerade erst ihr Gewerk – auf der Baustelle des Elefantenhauses herrscht eifrige Betriebsamkeit. Fix und fertig sind bereits die Pläne, wer in das neue Haus einziehen soll. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Asiatische Elefanten hat drei Jungbullen aus Deutschland als Gründungsmitglieder der ersten Jungbullen – WG auf deutschem Boden ausgewählt. Es sind: Voi Nam, geboren am 05.04.2002 im Zoo Leipzig, Thai, geboren am 26.11.2004 im Tierpark Hagenbeck, Hamburg Tarak, geboren am 28.10.2005 im Zoo Hannover

"Wir sind mit der Auswahl des EEP sehr zufrieden." freut sich Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Zoo Heidelberg. "Alle drei Tiere kommen aus guten Zuchtgruppen, haben genetisch einen hohen Wert für die Zucht und sind einfach tolle Tiere." In den letzten Wochen hat der Zoo Heidelberg mit den Zoos, in denen die drei Elefantenbullen geboren wurden, eine lange Liste von Punkten besprochen. Da spielen Impfungen und Lebenslauf, Organisation der Transporte, Einstellungsverträge, Besuche der Heidelberger Elefantenpfleger bei ihren zukünftigen Schützlingen und viele weitere Details eine wichtige Rolle. Besonders positiv: Da alle Tiere aus Deutschland stammen, sind die Transportzeiten und damit die Belastungen für die Tiere gering. "Dass alle Elefanten seit ihrer Geburt die deutsche Sprache hören ist weniger entscheidend. Eher schon, dass sich die bisherigen und künftigen Pfleger der Elefantenbullen gut verständigen können."

In Heidelberg werden die Tiere im geschützten Kontakt gehalten werden, das heißt die Pfleger befinden sich nie mit dem Tier im selben Raum. Alle Pflegevorgänge - wie Fußpflege - werden an einer speziellen Trainingswand durchgeführt. Dafür müssen die Heidelberger Elefantenpfleger genau wissen, wie bislang mit den Tieren gearbeitet wurde, welche Kommandos verwendet wurden und vieles mehr. In den nächsten Wochen werden Tierpfleger aus Heidelberg in Hannover, Hamburg und Leipzig all dies lernen und genau dokumentieren. Die Jungbullengruppe ist sehr wichtig für die Zucht Asiatischer Elefanten in Europa. Seit einigen Jahren läuft die Zucht der Elefanten in den Zoos Europas immer besser. Dieser große Erfolg des koordinierten Zuchtprogrammes hat Folgen: Für junge Bullen, die ihre Geburtsfamilie verlassen müssen, ist noch zu wenig Platz vorhanden. Die Jungbullengruppe im Zoo Heidelberg wird als Zwischenstation auf ihrem Weg zur Position des Zuchtbullen mit eigener Herde dienen. "Wir wollen die jungen Wilden intensiv betreuen und im geschützten Kontakt so trainieren, dass sie optimal auf ihre spätere Rolle vorbereitet sind. Wenn Sie uns im Alter von ca. 13 Jahren verlassen werden, sollen sie ohne Probleme in die Zuchtgruppen integriert werden können." schaut Dr. Klaus Wünnemann in die Zukunft. "Das bedeutet viel Arbeit, wird aber auch sehr spannend sein, denn es liegen noch sehr wenige Erfahrungen mit solchen Gruppen vor. Und auch für unsere Besucher wird die Beobachtung der jungen Elefantenbullen und ihrer Entwicklung sicher ein faszinierendes Erlebnis werden."


© Parkscout / Zoo Heidelberg




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