Partner von Langnese Partner von Marco Polo



Home > Magazin > Das erste Jungtier bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo Münster ist noch sehr scheu



Mittwoch, den 23.11.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Das erste Jungtier bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo Münster ist noch sehr scheu


PressemitteilungAm 19. September wurde Irmelin geboren, der erste Nachwuchs bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo. Die Geburt war erwartet worden, denn die Tierpflegerinnen hatten den Deckakt der Eltern Norman und Heidi beobachtet. 120 Tage dauert die Tragezeit bei diesen urtümlichen Säugetieren aus Südamerika.

Doch bis Revierleiterin Teresa Willmen erstmals das Gesicht der "Mini-Kugel" sah, musste sie sieben Wochen warten! So lange hatte sich das Jungtier nicht "entkugelt". Und erst Mitte November konnten die Pfleger sein Geschlecht erkennen und dem kleinen Gürteltier einen Namen geben. "Irmelin macht auch heute noch nicht auf", sagt Teresa Willmen und meint damit, dass das kleine Gürteltier sich einrollt und geschlossen bleibt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist. An die Pflegerinnen hat Irmelin sich mittlerweile gewöhnt. Ganz stolz berichtete Teresa Willmen, dass sie gerade von der Kleinen ausgiebig berochen wurde!

Neugeborene Gürteltiere können sich direkt nach der Geburt zusammenrollen. Anfangs haben die Jungen die Größe eines Tischtennisballs, im Alter von drei Wochen sind sie so groß wie eine Apfelsine. Der anfangs sehr weiche Panzer ist mit etwa sechs Wochen ausgehärtet. Er besteht aus Knochenplatten und Keratin. Kugelgürteltiere sind Nestlinge wie beispielsweise Mäuse. Sowie Irmelin laufen konnte, hat sie die schützende Höhle wohl nachts verlassen, vermuten die Pflegerinnen. Aber erst seit dem letzten Sonntag lässt Irmelin sich auch tagsüber in der Südamerika-Anlage blicken. Wenn die Eltern um 16 Uhr gefüttert werden, hat die Kleine sich meist wieder in ihrer Höhle verkrochen. Sie wird noch von der Mutter gesäugt, frisst aber auch schon Mehlwürmer und Brei. Der wird aus getrockneten Insekten, Heilerde, etwas Obst oder Gemüse und ein wenig Hundefutter von den Pflegerinnen täglich frisch zubereitet.

Mit etwas Glück kann Irmelin nachmittags gesehen werden. Sie bewohnt mitsamt Mutter Heidi den linken Teil der großen Südamerika-Wohngemeinschaft im Haus für Niedere Affen. Der Bodenbereich rechts wurde für Vater Norman abgetrennt. In den oberen Regionen der Anlage leben Goldene Löwenaffen und Zwergseidenäffchen. Irmelin ist mit ihren gut zwei Monaten immer noch kleiner als Heidi und deutlich heller gefärbt als diese. Auch ihre Nase ist noch auffallend kurz, doch ähnelt die Kleine schon ihrem Vater. Teresa Willmen konnte bei Irmelin die gleichen dunklen Flecken auf dem Stirnschild entdecken, die auch Norman hat. Der kam übrigens ebenso wie Heidi erst im vergangenen Jahr aus dem Zoo Heidelberg nach Münster.

Gürteltiere sind dämmerungsaktive Bodenbewohner und suchen mit Hilfe ihres besonders guten Geruchssinns nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren oder Wurzeln. Diese graben sie mit ihren kräftigen Grabfüßen aus. In der Panzermitte befinden sich robuste Hautfalten, die an einen Gürtel erinnern und dem die Tiere ihren Namen verdanken. Bei Gefahr rollen sie sich ein, wobei die dreieckigen Schwanz- und Kopfschilde die Kugel vollständig verschließen. Nicht einmal ein Jaguar könnte es schaffen, die Kugel mit seinen Zähnen zu öffnen.


© Parkscout / Allwetterzoo Münster




 




KOMMENTARE     Eigenen Kommentar verfassen

Noch kein Kommentar abgegeben!


Hier eigenen Kommentar verfassen


Name (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt, optional)


Webseite (wird angezeigt, optional)
Ihr Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)




Kalender Coaster Modelle T-Shirts Shop auf Freizeitpark.de
Passende Ziele
Zoos und Tierparks
 Allwetterzoo Münster

Newsletter verwalten

-->