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Dienstag, den 24.08.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

„Deutsch lernen im Zoo“ geht erweitert in die zweite Runde


PressemitteilungStiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützt weitere Grundschule

Giraffe Diana, Nashorn Hans-Franz und Pinguin Flo waren anscheinend erfolgreiche Lehrer: Das Projekt "Deutsch lernen im Zoo", unterstützt von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, geht in das zweite Jahr und das mit noch mehr Schülern. Denn nun kann neben der Franz-Hecker-Grundschule auch die Kreuzschule aus dem Stadtteil Schinkel ihren Deutschunterricht mehrmals im Jahr in den Zoo verlegen.


Osnabrück, 24.08.2010. 40 Prozent der 96 Schüler aus der Kreuzschule kommen aus Familien mit Migrationshintergrund, zudem haben die Kinder vermehrt einen sozial schwachen Hintergrund. Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache sind hier geradezu vorprogrammiert. "Wir überlegten gerade, wie wir unser Sprachförderprogramm neu gestalten, als die Anfrage kam, ob wir nicht zum Deutschlernen in den Zoo kommen möchten. Wir haben natürlich sofort ja gesagt", so Schulleiterin Claudia Reichel. Die 165 Schüler der Franz-Hecker-Grundschule erprobten das Konzept bereits im letzten Schuljahr. Bis zu fünf Mal kamen sie in den benachbarten Zoo, um sich hier über die Tierwelt zu informieren und dabei spielend einfach neue Begriffe wie "Eber" oder "Schwanzquaste" zu lernen. Außerdem forderten die Zoopädagogen die Kinder immer wieder dazu auf, die Tiere und ihr Verhalten zu beschreiben – natürlich in ganzen Sätzen und so präzise wie möglich. "Im Unterricht griffen wir die Erlebnisse im Rahmen von Erzählaufsätzen, Lückentexten oder unserem Zoobuch erneut auf, um die gelernten Begriffe und den erweiterten Wortschatz zu festigen," so Lehrerin Susanne Hins. Erfolge waren bald zu hören und zu lesen: "Sehr stille Schüler oder Kinder mit Sprachschwierigkeiten waren von den Tiererlebnissen so begeistert, dass sie diese weitererzählen oder auch aufschreiben wollten", beschreibt Hins.

Das Resultat begeisterte nicht nur die Lehrer, sondern auch die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die das Projekt 2009 mit 3.500 Euro förderte. "Bei Projektende wurde deutlich, wie wichtig dieses unterstützende Angebot ist. Die Erfolge waren unübersehbar. Da sich unsere Stiftung insbesondere für die Integration junger Menschen zum Beispiel durch Sprachförderangebote einsetzt, wollten wir einer weiteren Schule mit hohem Förderungsbedarf Zugang zu dem Zooprojekt verschaffen. Deswegen haben wir die finanziellen Mittel auf 7.000 Euro verdoppelt", so Dr. Beate-Maria Zimmermann, Geschäftsführerin der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Voraussetzung für den Zooschulunterricht ist jedoch, dass die Erlebnisse auch im Unterricht aufgegriffen werden. "Denn der Zoobesuch an sich liefert zwar starke Impulse, nachhaltig gefestigt werden muss das Gelernte jedoch im Klassenzimmer. Um die Schulen bei der Nachbereitung zu unterstützen, entwickeln wir deswegen zurzeit zusätzliche Arbeitsmaterialien", so Andreas Busemann, Geschäftsführer des Zoos Osnabrück.

Die insgesamt 261 Grundschüler der Franz-Hecker- und der Kreuzschule freuen sich auf jeden Fall "tierisch" auf das neue Schuljahr, weil es dann wieder zum Deutschlernen in den Zoo geht.


© Parkscout / Zoo Osnabrück




 




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