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Dienstag, den 31.01.2006 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Pressemeldung Serengeti Park: Erste Elefantengeburt im Serengeti-Park steht kurz bevor


Pressemitteilung++ Pressemeldung ++

Hodenhagen
In Kürze ist es soweit - im Serengeti-Park wird die Geburt des ersten afrikanischen Elefantenbabys in Norddeutschland seit fast 30 Jahren erwartet! Die Geschäftsleitung und alle Angestellten des Serengeti-Parks Hodenhagen fiebern dem Tag entgegen, an dem die schwangere "Veri" niederkommt. "Veri" wird seit 14 Tagen aufmerksam Tag und Nacht von ihren Pflegern beobachtet, ihnen würde keine noch so kleine Veränderung entgehen. Die Pfleger wechseln sich ständig ab, schlafen nachts sogar bei "Veri" (s. Foto), damit das Tier stets eine vertraute Begleitung bei sich hat, und verwöhnen sie mit besonderen Leckerbissen. Als Elefantenfreundin fungiert Elefantendame "Umtali", zu der "Veri" ein gutes Verhältnis hat und mit der sie derzeit die speziell für die Geburt neu gebaute 90 m² große Wurfbox teilt.

Die Elefantinnen im Badeteich, Veri links
Die werdende Elefantenmutter hat sich innerhalb der letzten Wochen sowohl äußerlich als auch von ihrer Verhaltensart her verändert, was aber ein völlig normaler Vorgang ist: sie ist schwerfällig geworden, legt sich nachts seit einer Woche nicht mehr hin und ist sehr anhänglich an ihre Pfleger. Wenn diese am Stall vorbeikommen, versucht "Veri" vermittels Rüssel, sie am Arm festzuhalten, sie zu berüsseln und mit ihnen zu schmusen. Auch ihr Euter schwillt an, was auf die baldige Geburt hindeutet. Das geschätzte Geburtsdatum liegt um den Zeitpunkt Mitte Februar, allerdings kann das bei einer derartig langen Tragzeit (zwischen 21 und 22 Monaten) niemand exakt vorher bestimmen.

Es ist "Veri’s" erste Geburt und ganz sicherlich wird es ein kein leichter Vorgang. Das Tier ist vollkommen unerfahren im Umgang mit einem Neugeborenen, ebenso wie die anderen drei Elefantenkühe. In der Natur übernehmen erfahrene Elefantinnen sofort nach einer Geburt die Pflichten der "Tanten", d.h. sie übernehmen das Baby, kümmern sich darum und helfen dem Jungtier beim Aufstehen. In der Gefangenschaft ist es mitunter erforderlich, dass der Mensch diese lebensnotwendigen Aufgaben übernimmt. Die Tierärzte des Serengeti-Parks, Prof. Dr. Böer und Dr. Schöne, der anerkannte Elefantenexperte Karl Kock sowie alle Tierpfleger stehen bereit, um im Falle eines sich anbahnenden schwierigen Verlaufs sofort helfend einzugreifen. Sie würden dann selbst das kleine Elefantenkind trocken reiben, es auf die Beine stellen und es der Mutter wieder hinschieben, damit sie es berüsseln und als ihr eigenes Jungtier annehmen kann.

Während des Geburtsvorganges benötigt das Tier strikte Ruhe, die keinesfalls durch unbekannte Personen, fremde Gerüche, Hektik, ungewohnte Geräusche, Blitzlichtaufnahmen oder Ähnliches gestört werden darf. Lediglich die ihr vertrauten Personen dürfen anwesend sein, um dem Tier ein Gefühl der Geborgenheit und Ruhe zu vermitteln. Der Serengeti-Park hielt jahrzehntelang nur Elefantenkühe. Vor 5 Jahren entschloss man sich jedoch, eine Elefanten-Zuchtanlage zu bauen und einen Elefantenbullen zu erwerben. Die Haltung eines männlichen Tieres stellt eine besondere Herausforderung an den Halter dar und setzt bestimmte bauliche Maßnahmen voraus. Die bestehende Anlage wurde entsprechend umgebaut und vergrößert, die Umbaukosten hierfür beliefen sich auf € 800.000,-. Seitens eines privaten Unternehmens war es gewiss eine sehr wagemutige Entscheidung, eine derartig hohe Investition in ein Projekt zu tätigen, dessen Erfolg absolut ungewiss und in keinster Weise garantiert war. Die Elefantenzucht war natürlich durch die baulichen Maßnahmen allein durchaus noch nicht gesichert, denn der zu beschaffende Bulle hätte unfruchtbar sein können, er hätte die ihm im Serengeti-Park zur Verfügung stehenden Elefantendamen als unsympathisch ablehnen können usw., hier bestanden also zahlreiche Unwägbarkeiten. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet war eine Investition in dieser Höhe durchaus ein Vabanquespiel, von dem niemand wusste, ob es jemals zum erhofften Erfolg führen würde.

Pfleger Sebastian Teske, einer der zahlreichen Tierpfleger, die "Veri" jetzt ständig umgeben
Das Bestreben der Parkleitung bestand aber vorrangig darin, durch diese gezielten Umbauten der ehemaligen Elefanten-Anlage in eine Elefanten-Zuchtanlage für die Elefantinnen "Veri", "Mausi" und "Düna" ein ideales Umfeld zu schaffen, in dem sie zukünftig ihre sozialen Kontakte ausleben, Nachwuchs austragen, ihren natürlichen Erlebniswunsch nach Erfahrungsaustausch befriedigen konnten etc. Auch Elefantenkuh "Umtali", die zu einem späteren Zeitpunkt in den Park kam, fühlte sich dort sofort wohl und fand schnell ihren Platz in der Hierarchie. Am 04. Sept. 2001 betrat nun der damals 13-jährige Elefantenbulle "Tonga" zum ersten Mal den Serengeti-Park und lernte seine zukünftigen Familienmitglieder kennen. Es dauerte lange, bis "Tonga" seine Wahl unter den Elefantenkühen traf, und es stellte sich heraus, dass "Veri" eindeutig seine erklärte Favoritin war. "Tonga" drückte seine Zuneigung aus, indem er seinen Rüssel liebevoll auf "Veri’s" Hinterteil legte und sie zärtlich umwarb. Es dauerte jedoch noch eine gute Weile, bis es zu einem erfolgreichen Deckakt kam. Durch die Vergrößerung der Anlage, die Anwesenheit des Bullen und den Anbau der Wurfbox wurde gewährleistet, dass die Herde nun in einem völlig intakten Sozialgefüge fast wie in freier Wildbahn lebt, so wie es auch die Natur- und Tierschutzbestimmungen vorschreiben.. Das Vorhandensein und Miteinanderleben verschiedener Altersklassen (Elefantenbabys, Jungtiere, erwachsene Tiere) ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Entwicklung und das ausgewogene Miteinander einer Elefantenherde. So sieht die Parkleitung speziell in diesem Aspekt den Schwerpunkt für die Investition. Für die noch jungfräulichen Kühe ist eine Geburt in der Herde ein wichtiges Erlebnis und eine bedeutsame Erfahrung, denn sie kümmern sich liebevoll um den kleinen Zögling, und sie lernen dadurch, mit dem winzigen Wesen fürsorglich, sorgsam und sanft umzugehen. So werden ihre mütterlichen Instinkte geweckt und sie wachsen langsam selbst in ein Mutterverhalten hinein.

Mit der Geburt eines Elefantenkalbes entwickeln sich die Tiere von einer ehemals losen Gruppe von Individuen nun zu einer kleinen Elefantenherde mit einem festen Sozialgefüge. Diese stabile Familienstruktur gibt den Tieren Sicherheit, Selbstbewusstsein und Ausgeglichenheit, fördert und unterstützt ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden und wird hoffentlich aufgrund dieser grundsätzlichen positiven Gegebenheiten zu weiteren Elefantenbabys führen. Afrikanische Elefanten sind in der Haltung und Zucht bedeutend seltener als indische Exemplare. Umso erfreuter ist der Serengeti-Park, dass nun die Geburt eines Babys unmittelbar bevorsteht.


© Pressemitteilung Serengeti PArk



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