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Samstag, den 11.09.2010 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Neuer Bautrupp in Yukon Bay eingetroffen


PressemitteilungLässige Lochbuddler

In der Kanadalandschaft Yukon Bay im Erlebnis-Zoo Hannover sind neue Grabungsspezialisten eingetroffen. Der muntere Trupp durchsiebt die Ausgrabungsstätte vor der Hafenstadt und legt zurzeit ein ausgeklügeltes Tunnelsystem an (dessen Plan sich dem Betrachter allerdings nicht unbedingt sofort erschließt – wahrscheinlich muss man Präriehund sein, um die Lochlogik zu erkennen).


Überall fliegt Sand, die zahllosen Löcher im Erdreich erinnern eher an einen Schweizer Käse als an eine kanadische Mammutknochen-Ausgrabung. Und dennoch: Die Neuen bestechen durch ihre Lässigkeit, mit der sie (un-)planvoll Löcher buddeln und die Ausgrabungsstätte ganz selbstverständlich in Beschlag nehmen. Ganz im Gegensatz zu ihren Konkurrenten auf der gegenüberliegenden Seite, die in Punkto Tunnelbau so verbissen sind, dass sie bislang meist erst gegen Schichtende, also kurz vor Zooschluss, die Nasen aus den Löchern steckten. Zu sehen sind die beiden Bautrupps in der Ausgrabungsstätte "Yukon Beringia". Archäologen haben hier Knochen prähistorischer Tiere zutage gebracht (so die Geschichte, von der Yukon Bay erzählt). Ein Hinweisschild auf die versunkene Landbrücke "Beringia" erklärt, wie prähistorische Tiere wie zum Beispiel das Mammut von Asien nach Nordamerika gelangt sind. Jetzt haben die Präriehunde die Grabungen übernommen. Wobei der Name Prärie"hund" täuscht: Die kleinen Nager gehören zu den Hörnchen, nicht zu den Hunden. Aber wenn Gefahr droht, bellen sie! Diesen Warnton geben übrigens die Kollegen des ersten Bautrupps gerne von sich - wenn sie die legere Bauweise der neuen Konkurrenz betrachten.

Präriehund Steckbrief:

Heimat: Nordamerika
Größe: 40 cm
Gewicht: 900-1400g
Tragzeit: 28-37 Tage
Lebensdauer: bis zu 8 Jahre
Nahrung: Gräser, Heu, Obst, Gemüse aber auch Würmer, Schnecken und Insekten

Auf den Hund gekommen

Der Name der flinken Präriebewohner ist verwirrend. Die putzigen Nager sehen eher aus wie kleine Murmeltiere und haben gar keine Ähnlichkeit mit Hunden. Wenn sie allerdings vor Feinden warnen, stoßen sie einen kurzen Ruf aus, der tatsächlich an das Bellen eines Hundes erinnert. Hören die Familienmitglieder diesen Warnlaut, verschwinden sie blitzschnell unter der Erde.

Höhle mit Aussichtsturm

Präriehunde leben mit zahlreichen Familien in großen Kolonien, die auch Dörfer genannt werden. Ihre Wohnungen graben sie sich tief in die Erde. Den Haupteingang umgibt ein hoher Erdwall, der als Aussichtsturm genutzt wird. Von hier aus können die kleinen Hörnchen das umliegende Gebiet überblicken und herannahende Feinde früh erkennen. Bei starkem Regen schützt der Wall die Wohnung außerdem vor Wassereinbrüchen.

Warum fressen Präriehunde ständig?

Bis zum Herbst haben sich die Präriehunde rund und dick gefuttert. Wenn sie in den Winterschlaf gehen, zehren sie von den Fettpölsterchen. Der Winterschlaf der Präriehunde ist zwar lang, wird aber des Öfteren unterbrochen. Bereits ein paar milde Tage locken die quirligen Kerlchen ins Freie, wo sie sich die Beine vertreten und kurz nach dem Rechten sehen, bevor sie sich wieder hinlegen. Im Zoo fällt der Winterschlaf allerdings aus: Hier gibt es das ganze Jahr über ausreichend Futter.

Kaum zu glauben, aber wahr: Wenn sich zwei Präriehunde treffen, beschnüffeln sie sich im Gesicht und an der Schnauze. Dieser "Erkennungskuss" ist nicht nur reine Höflichkeit. Die Berührung der Mundwinkel löst bei den Präriehunden eine Beißhemmung aus. Auf diese Weise gehen Freundschaftsbesuche auch wirklich freundlich vor sich.


© Parkscout / Erlebniszoo Hannover




 




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