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Mittwoch, den 17.07.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Rothalsstrauß in der Wilhelma Stuttgart


PressemitteilungWenn der Straußenhahn durch sein Gehege stolziert, hat er nicht nur seine beiden Weibchen fest im Auge. Auch die Besucher, auf dem Weg vom Affenhaus zum Schaubauernhof, kommen kaum an ihm vorbei, ohne scharf von der Seite beäugt zu werden. Dass es sich bei dem großen Vogel um eine wahre Rarität handelt, ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Denn der neue Hahn in der Wilhelma trägt noch nicht den für seine Art typischen roten Hals zur Schau. Noch ist er eher blassrosa, was sich aber mit zunehmendem Alter ändern wird.

Strauß ist nicht gleich Strauß. Einstmals fast in ganz Afrika zu finden – zumindest dort, wo sich die weiten Grassteppen und Halbwüsten erstrecken –, sind Strauße heute aus dem Norden des Kontinents fast vollkommen verschwunden. Woher ein Straußenhahn stammt, sieht man ihm sehr leicht an seinem Halse an. Während die südafrikanische Strauße einen grau-bläulichen Hals vorweisen, zeigen ihre nordafrikanischen Verwandten eine rötliche Färbung. Ganz nach dem Motto: Zeig mir deinen Hals und ich sage dir, woher du kommst.

Während die blauhälsige Verwandtschaft im südlichen Afrika heute relativ häufig ist und außerdem gerne in Straußenfarmen gehalten wird, sind die rothalsigen Vertreter Nordafrikas in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Einst auch nördlich der Sahara weit verbreitet, fielen die Strauße der Modewelt des 18. und 19. Jahrhunderts in weiten Teilen zum Opfer. Wegen ihrer begehrten Federn wurden sie gejagt und fast vollständig ausgerottet. Nur noch kleine Restbestände der Rothalsstrauße haben diesen Modetrend in unzugänglichen Gegenden bis ins 21. Jahrhundert überlebt. Da aber in diesen Gegenden immer wieder bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, wurde entschieden, eine Zoopopulation des seltenen Vogels aufzubauen. Koordiniert vom Erlebniszoo Hannover, wurden 2011 mit staatlicher Genehmigung insgesamt 24 Eier aus freier Wildbahn in einem marokkanischen Nationalpark entnommen und in Hannover künstlich ausgebrütet. 15 Jungvögel schlüpften und wurden auf verschiedene Zoos in Europa und den USA verteilt. Auch die Wilhelma beteiligt sich seit kurzem an dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die vom Aussterben bedrohten Rothalsstrauße. Da jedoch derzeit nur ein einzelnes Männchen ein Zuhause suchte, wurde es vorübergehend mit zwei aus einer Straußenfarm stammenden Blauhalsstraußen vergesellschaftet, damit er nicht vereinsamt, bis neue Rothalsstrauße aus Nachzuchten des EEP oder aus Afrika zur Verfügung stehen.

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




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