OK

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos

Partner von LangnesePartner von Marco Polo




Home > Magazin > Rüssel-Rasselbande im Zoo Hannover erwartet: Vier Elefantenbabys in 2010!



Freitag, den 20.03.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Rüssel-Rasselbande im Zoo Hannover erwartet: Vier Elefantenbabys in 2010!


PressemitteilungSensation im Erlebnis-Zoo Hannover: Gleich vier Asiatische Elefantendamen sind tragend! Die Babyelefanten werden nächstes Jahr von Frühjahr bis Sommer erwartet. Vier Asiatische Elefantenbabys in einem Kalenderjahr gab es bislang nur einmal in der Geschichte der deutschen Zoos. Das Team des Erlebnis-Zoo Hannover freut sich riesig auf die erwartete Rüssel-Rasselbande: "Gleich vier Minifanten, die im Dschungelpalast alles auf den Kopf stellen, das wird ein elefantöses Spektakel", so Zoodirektor Klaus-Michael Machens. "Für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm der bedrohten Asiatischen Elefanten ist das erwartete Elefantenkinder-Quartett eine richtige Sensation! Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alle Geburten gut verlaufen."

Die positiven Schwangerschaftstests kommen nicht ganz überraschend: Seit Elefantenbulle Nikolai (16) aus Amsterdam nach Hannover gekommen ist, sehen die Elefantendamen nur noch Herzchen. Manari, Sayang, Khaing Hnin Hnin, Califa und Farina sind dem jungen Bullen mit den beeindruckenden Stoßzähnen so hingebungsvoll zugetan, dass Nikolai sich in seiner Funktion als Zuchtbulle schon fast ausgenutzt fühlt. "Nikolai ist bei den Elefantendamen eingeschlagen wie eine Bombe", berichtet Revierleiter Jürgen Kruse.

Sicherer Instinkt

Eine Elefantendame ist bei einem Zyklus von 16 Wochen nur an drei Tagen empfängnisbereit. Diesen Termin viermal genau zu erwischen, spricht für Nikolais sicheren Instinkt – und für die sichere Untersuchungsmethode des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen, das sich auf die Urinuntersuchung der Dickhäuter spezialisiert hat. Wöchentlich werden die Urinproben aller Elefantendamen aus Hannover nach Göttingen geschickt, so weiß man hier im Zoo genau, welche Elefantendame wann empfängnisbereit ist. In diesen Tagen wird dann ein Rendezvous mit dem Elefantenbullen arrangiert. Wird eine der Damen gedeckt, werden die wöchentlichen Hormonkurven genau beobachtet.

Schwangerschaftstest

Im Urin der Elefanten wird das Gelbkörperhormon analysiert. Dieses Hormon tritt verstärkt auf, wenn der Elefant tragend ist. Da es aber auch in einem normalen Zyklus zu einer längeren Gelbkörperphase kommen kann, dauert es mehrere Monate, bis die Elefanten-Schwangerschaft wirklich verkündet werden kann. Mittlerweile lassen die Hormonkurven aber keine Zweifel mehr zu: Die Elefantendamen Sayang, Manari, Califa und Farina sind tragend! Und Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin hatte mit dem neuen Bullen ebenfalls so manches Stelldichein, so dass es bestimmt nicht lange dauern wird, bis auch ihr Test positiv ist. Vielleicht gibt es dann sogar fünf Elefantenbabys in 2010!

Schwerstarbeit für den Storch

Schwerstarbeit für den Storch steht bevor. Sayang erwartet ihr Baby im April 2010. Es folgen Farina im Mai, Manari Ende Juli/Anfang August und Califa im August. Für Sayang, Califa und Farina ist es jeweils das erste Kind. Für Manari ist es die zweite Geburt. Ihr erstes Kind ist Califa – Califa macht Manari im August zur Großmutter.

Schwangerschaftsgymnastik

Die Elefantendamen werden mit besonderem Schwangerschaftstraining auf die Geburt vorbereitet. Besonders die Erstgebärenden unterziehen sich einem elefantösen Konditionstraining, das Mitte dieses Jahres beginnt: Tägliches Jogging mit den Pflegern und Gymnastik stehen dann auf dem Programm. "Damit die Elefanten-Geburt zügig voran geht und sich nicht über mehrere Tage hinzieht, sollten die Elefantenkühe eine sehr gute Kondition haben", erklärt Tierarzt Dr. Andreas Knieriem.

Sonderschichten

Nicht nur für die Elefantendamen wird es im nächsten Jahr spannend und anstrengend. Auf das Elefanten-Zooteam warten von Ende März an wieder jede Menge Nachtschichten. Wenn die Geburten bevorstehen, bleibt immer ein Elefantenpfleger im Stall, um Tierarzt, Kollegen, Zoodirektor und Zoologen zu verständigen, wenn es losgeht. Da drei der Elefantendamen zum ersten Mal Mutter werden, übernehmen die Tierpfleger die Rolle der Amme: In der freien Wildbahn wird die Elefantenkuh bei der Geburt von Elefanten-Ammen betreut. Erfahrene Elefantenkühe beruhigen die niederkommende Kuh und nehmen das Neugeborene in ihre Obhut. Die Ammen – im Zoo die Tierpfleger – betreuen das Kleine, bis die Mutter sich erholt hat und sich selbst um ihr Kind kümmern kann.

In dieser kurzen Zeit erfolgt im Zoo auch die Erstuntersuchung – atmet das Kind kontrolliert, ist alles dran, ist es ein Junge oder ein Mädchen, wie groß ist es, was wiegt es? Für den Fall vom Komplikationen liegt ein Sauerstoffgerät bereit, sollte das Kleine nicht atmen. Milch wird bestellt, falls die Mutter ihr Kind nicht annimmt. Ein Milchwärmer steht dann bereit und eine überdimensionale Nuckelflasche im Schrank. Ab Ende März 2010 heißt es im Zoo: Warten und Daumen drücken, dass die Geburten komplikationslos verlaufen. "Es wird ein anstrengendes Jahr für uns alle, aber wir freuen uns riesig auf die Rüssel-Rasselbande", erklärt Zoodirektor Klaus-Michael Machens.

Die werdenden Mütter

Sayang (13) wurde 1996 in Malaysia geboren und kam 1998 gemeinsam mit Manari nach Hannover. Sie ist sehr gelehrig und der Showstars unter den Elefanten. Sie kann malen, Basketball spielen, kickt den Ball besser als einst Beckenbauer und ist im Seilziehen unschlagbar. Als erste wusste ihre beste Freundin Manari von Sayangs Schwangerschaft. Sie war sichtbar eifersüchtig auf ihre trächtige Freundin und verhielt sich entgegen ihrer sonst ruhigen Art abweisend zickig zu Sayang. Erst als sie selbst tragend war, vertrugen die beiden sich wieder.

Manari (17) ist die Mutter der ebenfalls tragenden Califa. Manari wurde 1992 in Malaysia geboren und kam zusammen mit Sayang 1998 nach Hannover. Genau wie Sayang ist Manari ist im Vergleich zu Khaning Hnin Hnin oder Indra nicht besonders groß. Mit Sayang und Califa bildet sie ein unzertrennliches Gespann. Die drei sind immer gemeinsam anzutreffen.

Califa (6) war das erste Elefantenbaby, das nach 30 Jahren wieder in Hannover geboren wurde (2. Februar 2003). Sie ist sehr ruhig und gelehrig und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Califa ist gut an ihren Schlappohren zu erkennen.

Farina (6) wurde am 20. März 2003 in Hannover geboren. Bei der Geburt war sie 91 cm hoch und 116 Kilo schwer. Heute wiegt sie gut 1200 Kilo. Sie liebt es besonders, ausgiebig im Sand zu spielen und auf alles zu klettern. Keine Treppe, Säule, kein Baumstamm ist vor ihr sicher.

Die Elefantenfamilie

Nikolai
Nikolai war 1999 als "Knirps" aus Kanada nach Hannover gekommen. Vier Jahre lang lebte er seine Jugend unter den wachsamen, aber gönnerhaften Elefantendamen im Dschungelpalast, bis der Ernst des Lebens (das Europäische Erhaltungszuchtprogramms – EEP – für Asiatische Elefanten) ihn nach Amsterdam rief. Jetzt ist der inzwischen 16jährige Bulle wieder hier und erfreut sich größter Beliebtheit bei allen Damen: 2010 wird er vierfacher Vater. Nikolai ist in der Elefantenherde leicht zu erkennen: Er ist der einzige Elefant mit Stoßzähnen.

Khaing Hnin Hnin
Khaing Hnin Hnin ist die Mutter der Elefantenkinder Farina, Tarak und Shanti. Das Komplizierteste an der 1982 geborenen Khaing Hnin Hnin ist ihr Name. Er ist burmesisch und passt herrlich zu diesem Schwergewicht: Khaing Hnin Hnin (spricht sich: Kai Nee Nee) bedeutet sinngemäß "Schneeflocke". Vom Verhalten her ist sie allerdings sehr unkompliziert: Sie lernt gut und gehorcht bestens auf die Kommandos der Pfleger. Khaing Hnin Hnin wurde in Burma geboren und zog dann in einen niederländischen Zoo. 1996 kam die schöne Elefantendame nach Hannover. Ihre Eingewöhnung war damals etwas schwierig. Sie gliederte sich zwar sofort in die Gruppe ein, aber da sie eine Ausbildung zum Arbeitselefanten in Burma erhalten hatte, verstand sie nur burmesisch. Unsere Tierpfleger mussten manches Missverständnis hinnehmen, bis Khaing Hnin Hnin ihre zweite Fremdsprache erlernt hatte.

Indra
Indra wurde 1973 in Hannover geboren und ist damit waschechte Hannoveranerin! Sie war das vierte Kind der damals 28-jährigen "Burma". Indra ist leicht an ihrer Größe und ihrem eingerissenen Ohr zu erkennen. Der kleine "Schönheitsfehler" rührt von länger andauernden Infusionen in die Ohrvenen während einer schweren Erkrankung im Jahr 1982.

Tarak
Tarak wurde am 28. Oktober 2005 in Hannover geboren. Er ist der kleine Bruder von Farina, der große Bruder von dem Neugeborenen und wie Farina ein echter Kletterkünstler. Tarak ist für sein Alter sehr dominant und verhält sich bereits wie ein richtiger Bulle: Er ist eher ein Einzelgänger.

Shanti
Shanti wurde am 6. Mai 2008 in Hannover geboren. Seine anfängliche Schüchternheit hat das Elefantenbaby schnell abgelegt. Mittlerweile stürmt der Kleine die ganze Anlage, buddelt ausgiebig im Sand und erklimmt wie seine Geschwister Farina und Tarak jede Mauer und Säule. Nur eine Leidenschaft der Älteren hat er nicht übernommen: Shanti ist keine Wasserratte. Das Badebecken betrachtet er noch mit einem gewissen Misstrauen. Aber spätestens im Hochsommer wird der Pool bestimmt zu seinem erklärten Lieblingsplatz werden.


© Parkscout / Zoo Hannover




 




KOMMENTARE     Eigenen Kommentar verfassen

Noch kein Kommentar abgegeben!


Hier eigenen Kommentar verfassen


Name (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt, optional)


Webseite (wird angezeigt, optional)
Ihr Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)




Weihnachtsaktion 2019, Kalender, Spiel, QuartettsWeihnachtsaktion 2019, Kalender, Spiel, Quartetts
Passende Ziele
Zoos und Tierparks
 Erlebnis-Zoo Hannover

Newsletter verwalten

-->