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Freitag, den 23.11.2007 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Sea Life Aquarien machen mobil gegen japanische Walfänger in der Antarktis


PressemitteilungDie neun Sea Life Aquarien setzen ein Zeichen gegen den Walfang im Namen der "Forschung" und rufen zum Boykott japanischer Produkte auf

Es gibt insgesamt 25 Sea Life Aquarien in acht europäi-schen Ländern, und sie alle haben gemeinsam beschlos-sen ein Zeichen im Kampf gegen den Walfang zu setzen. Alle japanischen Produkte werden ab sofort aus den Souvenirshops genommen. Alle Kinder, die am 1. und 2. Dezember einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann schicken und ihn bitten, ihnen keine Geschenke zu brin-gen, die in Japan gefertigt wurden, erhalten an diesen beiden Tagen freien Eintritt in die Sea Life Aquarien. Au-ßerdem wurde ein Schulprojekt für Grundschulklassen initiiert: Die Klasse, die das beste Poster zum Thema "Stoppt den Walfang" gestaltet, wird zu einem Ausflug in ein Sea Life Aquarium eingeladen. Anschließend wird in jedem Sea Life eine große Collage erstellt, die die besten Einsendungen zeigt, damit das Thema nicht in Verges-senheit gerät.


Hintergrund der Aktionen ist, dass Japan trotz Walfang-verbots und internationaler Proteste eine Walfangflotte in die Antarktis entsendet hat. Bis Mitte April sollen unter dem Deckmantel der Forschung 850 Zwergwale und je-weils 50 der stark bedrohten Finn- und Buckelwale getö-tet werden. Finnwale sind die zweitgrößten Tiere, die je-mals auf der Erde gelebt haben. Sie können bis zu 80 Tonnen wiegen und eine Länge von knapp 30 Metern erreichen. Einen Finnwal zu töten dauert bis zu zwölf Stunden und ist extrem qualvoll für das Tier. Seit Beginn des Walfangverbots im Jahr 1986 haben japanische Wal-fänger bereits 30.000 Tiere getötet.

"Japan nutzt eine Gesetzeslücke, indem der Walfang als Forschungsprojekt deklariert wird. Dieses wurde entwor-fen, bevor es möglich war, wissenschaftliche Daten über die Tiere mit nicht tödlichen Forschungsmethoden zu erhalten", erklärt Roland Meyer, Chef-Aquarist vom Sea Life München. "Wir selbst können zwar nur einen kleinen Teil dazu beitragen, den Druck auf die japanische Regie-rung zu erhöhen. Aber je mehr Menschen einen Boykott japanischer Produkte unterstützen, desto größer werden die Auswirkungen", so Roland Meyer weiter. "Man bedenke, wie viele Produkte, die unser tägliches Leben bestimmen, aus Japan kommen: Handys, Computerspie-le und jede Menge Elektroartikel. Gerade jetzt, wenn die Vorweihnachtszeit beginnt, kann jeder mithelfen. Eine Minute länger überlegen, welche Geschenke man seinen Lieben macht, ist nur eine Kleinigkeit, kann aber eine große Wirkung haben."

Das Sea Life Netzwerk erstreckt sich über Deutschland, Finnland, Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, England und Irland. Gemeinsam machen sich die Aquarien stark für den Schutz der Meere und deren Bewohner. In der Vergangenheit wurden bereits EU Petitionen gegen Ü-berfischung, das so genannte Shark Finning oder für den Schutz bedrohter Meeresschildkröten eingereicht, immer unter Mithilfe Hundertausender Besucher. "Diese Aktion unterscheidet sich jedoch von den bisherigen Sea Life SOS Kampagnen", sagt so der Chef-Aquarist des Sea Life Münchens. "Wir müssen den Menschen nicht erst erklären, dass diese Jagd, die Population der Wale dras-tisch reduzieren und sogar zu ihrer Ausrottung führen wird."


© Parkscout / Sea Life




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