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Donnerstag, den 14.12.2006 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

SEALIFE - Seepferdchen-Report


PressemitteilungPRESSEINFORMATION

Aufklärung über das Liebesleben der Fremdgänger

Vier Monate haben Besucher und Mitarbeiter in den neun Sea Life Großaquarien untersucht, ob Seepferdchen wirklich ein Leben lang treu sind. Das unerwartete Ergebnis: Monogamie ist für Seepferdchen ein Fremdwort


Seepferdchen - die kleinen faszinierenden Tiere, sind in jedem Sea Life Aquarium ein Publikumsmagnet. In der Wissenschaft wird schon lange diskutiert, ob sie wirklich treu sind. Was auffällt: Männliche Autoren schreiben häu-fig, dass Seepferdchen ein Leben lang zusammengehö-ren, während weibliche Autoren die Meinung vertreten, dass Seepferdchen Fremdgänger sind. Ist die Treue-Frage der Seepferdchen also eine Frage des Geschlechts? Die Sea Life Aquarien wollten eine Antwort finden. Jetzt kam das überrachschende Ergebnis: Seepferdchen sind anscheinend notorische Fremdgänger...

Für die Untersuchung wurden insgesamt 45 Seepferdchen aus drei verschiedenen Arten mit einem farbigen Halsband markiert, damit man erkennen konnte, welches Männchen zu welchem Weibchen gehört. Am Ende des Untersuchungszeitraumes gab es über 2.300 Aufzeichnungen, die von den Biologen ausgewertet wurden. "Wir konnten mit den Markierungen sehen, dass Seepferd-chen nicht nur mit dem eigenen Partner durchs Becken schwimmen", so Johannes Peschke, Kurator vom Sea Life Oberhausen.

Für die Untersuchungen durfte jeder Tierliebhaber selbst zum Forscher werden. Mit Zettel und Stift ausgerüstet, sollte jede Berührung zwischen den Seepferdchen genau dokumentiert werden. Zu den Kontakten zählen die Ver-knotung der Schwänze, die Verhaltenskopie des Partners, sowie der Farbwechsel der Tiere. Da Seepferdchen sehr liebesbedürftige Tiere sind, zählen diese Kontakte bereits zum Balzverhalten. Oftmals geht dem Paarungsspiel noch ein minutenlanger Tanz voraus, bei dem sich die Paare umkreisen. Häufig schwimmen die Tiere, sich an den Schwanzspitzen festhaltend, durchs Becken und erkunden die Umgebung. Insgesamt gab es 1.490 Kon-takte zwischen Männchen und Weibchen, 627 Berührun-gen nur zwischen Weibchen und 260 Mal haben sich männliche Seepferdchen berührt. "Das Ergebnis ist wirklich überraschend. Die Treue der Seepferdchen wurde schon häufiger diskutiert, aber dass sich auch gleichgeschlechtliche Tiere berühren, hätten wir nicht erwartet. Dieses Ergebnis ist für alle neu. Weiter bleibt für uns zu klären, warum sich die Tiere so verhalten", erklärt Johan-nes Peschke.

Doch der Ruf der untreuen Tiere ist nicht ganz runiniert. Vier Tiere der Langschnäuzigen Seepferdchen versuchen die Ehre zu retten. In Konstanz und Dresden waren sich während der gesamten Beobachtungsphase zwei Ehepaare treu. Vielleicht gibt es ja auch im Seepferdchenreich die wahre Liebe...


© Parkscout / Sealife



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