OK

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos

Partner von LangnesePartner von Marco Polo



Home > Magazin > Seltener Regenwald-Nilwaran zur Zucht in Osnabrück



Freitag, den 29.04.2011 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Seltener Regenwald-Nilwaran zur Zucht in Osnabrück


PressemitteilungHeute Vormittag knisterte die Luft im Terrarium, als männlicher Besuch aus dem hohen Norden eintraf. Ein Regenwald-Nilwaran, der eigentlich im Klimahaus in Bremerhaven lebt, hatte ein Rendezvous mit dem Osnabrücker Weibchen. Grund des vierwöchigen Treffens: Nachwuchs!

Das über zehn Jahre alte Regenwald-Nilwaranweibchen (Varanus ornatus) lebt in Osnabrück mit einem ?normalen? Nilwaran (Varanus niloticus) zusammen. Die beiden Unterarten unterscheiden sich durch ihre Rückenzeichnung: Den Rücken des Regenwald-Nilwarans zieren fünf gepunktete Streifen, während der Nilwaran sechs bis neun Streifen besitzt. Die Waran-Dame kam 2003 aus einer Auffangstation an den Schölerberg. Bereits damals war ihr Hüftgelenk stark abgenutzt, weswegen nun das Männchen aus Bremerhaven die Hochzeitsreise antreten musste. Der Transport wäre für sie zu anstrengend gewesen, erklärte Dr. Susanne Klomburg, Direktorin im Zoo Osnabrück. Nachwuchs hatte es bislang noch nicht gegeben: Zwar legte das anderthalb Meter lange Weibchen Eier, diese waren jedoch unbefruchtet. Nun soll es mit dem nordischen Prachtexemplar klappen. Das Osnabrücker Männchen reist solange nach Bremerhaven.

Nach einer zweistündigen Fahrt traf der Regenwald-Nilwaran in einer Holzkiste im Zoo Osnabrück ein. Die Tierpfleger hatten vorab das Osnabrücker Männchen aus dem Terrarium herausgenommen. Doch ?Liebe auf den ersten Blick? war es bei den seltenen Waranen nicht. ?Das Männchen musste sich erst aufwärmen, um Energie zu tanken. Danach nahm es zwar die neue Anlage in Augenschein und erfasste mit seiner langen Zunge die Gerüche und Geschmäcker. Doch zum Weibchen traute es sich nicht,? berichtete Tierpfleger Stefan Bramkamp. Dieses beäugte ihren Gast aus sicherer Entfernung. Nach etwa anderthalb Stunden bewegte sich das Männchen erstmals zum Weibchen und ?bezüngelte? sie ein wenig. Doch das Feuer war immer noch nicht entfacht ? er drehte wieder um. Stefan Bramkamp wertete das erste Treffen dennoch als Erfolg: ?Immerhin gab es keine Auseinandersetzungen. Das ist bei Waranen nicht selten, denn sie sind absolute Einzelgänger.?

Dr. Lutz Fischer, Leiter der Aquaristik und Terraristik im Klimahaus Bremerhaven, hofft nun auf Nachwuchs: ?Ich war selbst in Kamerun, wo die seltenen Regenwald-Nilwarane leben. Doch ihr Lebensraum, der Regenwald, muss immer mehr den Palmölplantagen weichen. Inzwischen sind sie deswegen vom Aussterben bedroht. Ich würde mich freuen, wenn wir mit diesem Besuch etwas für das Fortbestehen der Art leisten können,? so Dr. Fischer. Die Besucher des Osnabrücker Zoos können selbst beobachten, ob es bis Ende Mai noch zum Happy End kommt: Die Warananlage liegt im Tetra-Aquarium gegenüber von den Streichelkarpfen, wo auch das Terrarium untergebracht ist. Das Männchen ist an seiner auffälligen Rückenzeichnung zu erkennen.

Was ist ein Nilwaran?

Nilwarane sind die größten Warane Afrikas und werden deswegen nach dem dort größten Strom, dem Nil, benannt. Sie leben im Regenwald und haben sehr muskulöse Körper, starke Beine und mächtige Kiefer. Mit ihren scharfen Klauen können sie nicht nur Beute reißen, sondern auch graben, klettern oder sich verteidigen. Ihre Nahrung besteht aus Aas, Fischen, Fröschen, Insekten, kleinen Säugetieren, Krokodileiern, Schnecken und Vögeln. Die hoch auf der Schnauze liegenden Nasenlöcher deuten auf ein Leben im Wasser hin, aber sie können auch an Land sehr gut klettern und schnell laufen. Warane legen ihre Eier in Termitenhügel oder in selbst gegrabene Höhlen. Die Jungtiere sind nach dem Schlüpfen auf sich allein gestellt und müssen sie sich alleine einen Weg nach draußen graben.


© Parkscout / Zoo Osnabrück




 




KOMMENTARE     Eigenen Kommentar verfassen

Noch kein Kommentar abgegeben!


Hier eigenen Kommentar verfassen


Name (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt, optional)


Webseite (wird angezeigt, optional)
Ihr Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)




Passende Ziele
Zoos und Tierparks
 Zoo Osnabrück

Newsletter verwalten

-->