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Donnerstag, den 15.09.2005 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Freizeitparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Tripsdrill-Chef wird 80 Jahre


Pressemitteilung++ Pressemeldung ++

Erlebnispark Tripsdrill, Cleebronn

Im Jahr 1925 wurde er geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute diese Persönlichkeit die Altweibermühle wieder auf und legte damit den Grundstein für den heutigen Erlebnispark Tripsdrill. 2004 erhielt er vom Verband der Deutschen Vergnügungsanlagenhersteller e.V. (VDV) den „Oscar“ (Ehrenpreis) für sein Lebenswerk. Die Rede ist von Kurt Fischer, Senior-Chef des Erlebnisparks Tripsdrill. Er gilt als einer der Pioniere in der Freizeitpark-Branche. Am 16. September 2005 feiert er seinen 80. Geburtstag. Kurt Fischer wohnt nach wie vor mitten im Erlebnispark.

Ursprung Gastronomie …
1929 wurde in Tripsdrill die erste Altweibermühle errichtet, von Eugen Fischer – Vater von Kurt Fischer und Großvater der heutigen Geschäftsführer. Er machte damals aus der Altweibermühle ein beliebtes Ausflugsziel mit Tanzboden und Gartenwirtschaft. Der Ursprung liegt somit in der Gastronomie, die seit jeher einen hohen Stellenwert in Tripsdrill genießt. Der Zweite Weltkrieg bedeutete eine herbe Zäsur. Eugen Fischer musste an die Front nach Stalingrad und kehrte nicht zurück. Sein Sohn Kurt Fischer hatte es im Russlandfeldzug bis an den Ural verschlagen. „Im Einsatz verwundet, war ich im Lager nicht zu verwenden und konnte bald nach Hause zurück. Mensch, hab ich ein Glück gehabt!“, berichtet Kurt Fischer von seinen Erlebnissen.

Wiederaufbau …
Als sein Vater im Zweiten Weltkrieg vermisst blieb, trat Kurt Fischer in seine Fußstapfen. Seine Mutter hatte Angst vor Schulden. Aber ihr Sohn war jung, gerade mal Mitte zwanzig. „Mir war wichtig, dass es nach dem Krieg wieder aufwärts geht.“, sagt der heute 80-Jährige. Und prompt wurde sein Vorwärtstrend 1946 zunächst gestoppt. Die Altweibermühle wurde durch einen Blitzschlag komplett zerstört. Kurt Fischer war es, der den Mut fasste, noch mal von vorn anzufangen. Er baute das Wahrzeichen von Tripsdrill wieder auf. Am 7. Mai 1950 wurde die Altweibermühle feierlich eingeweiht.

Pionier in der Branche …
Kurt Fischer gilt als einer der Pioniere der Freizeitbranche. Um die Geschäfte nach dem Krieg erneut in Gang zu bringen, griff er die Praktiken seines Vaters auf. Er installierte z.B. auf dem Dach seines Gasthauses einen großen Lautsprecher, der die Tanzfläche beschallte. Aus den Anfängen der Altweibermühle mit angeschlossener Gastronomie entwickelte Kurt Fischer den Erlebnispark. Nach und nach kamen neue Attraktionen hinzu, der Park wuchs behutsam – stets mit dem Augenmerk auf das ihm eigene und originelle Konzept. Dies würdigte Baron Freiherr von Landsberg-Velen in seiner Laudatio zum VDV-Ehrenpreis: „Was freut den Menschen mehr, als seine eigene Lebensleistung zu sehen, und dass die lieben Mitmenschen sich jeden Tag über diese Leistung eines Lebens freuen können – ohne Neid, das darf ich wohl sagen, weil keiner in Deutschland Ihnen auch nur annähernd das Wasser reichen kann.“

Konzept …
Der Erlebnispark Tripsdrill zeichnet sich bis heute durch seine Originalität und Thematisierung „Schwaben anno 1880“ aus. Viele der Attraktionen entstammen der Inspiration und Kreativität des Senior-Chefs. So führte er als Pendant zur Altweibermühle die Altmännermühle ein. Die Schlappen-Tour entstand nach seinem Entwurf, wobei er als Vorlage für die Fahrzeuge dem Hersteller einfach seine Schuhe auf den Tisch stellte. Natürlich war Tripsdrill für Kurt Fischer ein Full-Time-Job. „Ich war nicht einen Tag im Urlaub, kam höchstens mal weg, um zwei bis drei Tage in andere Parks zu schauen. Schließlich muss man sich ja orientieren, was so läuft.“

Auszeichnung …
Der Erfolg gibt ihm bzw. seinem Konzept Recht. Im vergangenen Jahr erhielt Kurt Fischer vom Verband der Deutschen Vergnügungsanlagenhersteller e.V. (VDV) einen „Oscar“ (Ehrenpreis) für sein beispielloses Lebenswerk. Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten für ihre besonderen Verdienste in der Freizeitindustrie vergeben. Seit 1994 gibt es diesen Preis, außer ihm erhielten ihn lediglich fünf Personen.

Die nächste Generation …
1996 übergab Kurt Fischer die Geschäftsleitung offiziell in die Hände seiner drei Söhne Helmut, Roland und Dieter. Seit den 70er Jahren arbeiten sie bereits mit im Unternehmen und führen den Park nach seinem Konzept weiter. Heute ist der Senior-Chef 80 Jahre alt. Nach wie vor wohnt er mitten im Erlebnispark. Trotz seines Alters ist er so oft wie möglich in Tripsdrill unterwegs, „um zu schauen, was SEIN Park und SEINE ‚Jungs’ wieder neues zu bieten haben.“, so die Worte des Barons Freiherr von Landsberg-Velen.



© Erlebnispark Tripsdrill



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