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Dienstag, den 10.02.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Wie aus einer Tiefgarage der Unterirdische Zoo wurde


PressemitteilungNoch sechs Wochen bis zur Eröffnung der neuen Erlebniswelt im Osnabrücker Zoo

Schaben, hämmern, klopfen und ein schummriges Licht empfangen einen zur Zeit an der Baustelle des Unterirdischen Zoos. Doch haben sich die Augen an das Halbdunkel gewöhnt, erkennt man schnell das unterirdische Stollenlabyrinth und seine ersten Bewohner in ihren Höhlensystemen. Und mitten drin unzählige Handwerker und Gestalter. Denn der Countdown läuft. In sechs Wochen ist Eröffnung. Bis dahin haben Chefgestalter Detlef Gehrs und sein Team noch einiges zu tun. Doch wie entstand eigentlich die täuschend echt wirkende Stollenlandschaft?


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Osnabrück, den 10.02.09. "Anfangs war immer von einem Verbindungstunnel zwischen Zoo und Museum die Rede", erklärt Gehrs, Ausstellungsgestalter der Stadt Osnabrück. "Doch schnell war klar, dass Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann eine erlebnisorientierte Verbindung zwischen beiden Einrichtungen vorschwebte. Gemeinsam haben wir die Idee eines Stollenlabyrinths, das man wie ein begehbares Bühnenbild erkunden kann, entwickelt." Tatsächlich machen die Wände im Unterirdischen Zoo den Eindruck als seien sie mit Schaufel und Hacke gegraben worden, marode wirkende Stützbalken befinden sich über dem Kopf, Baumwurzeln durchbrechen scheinbar die Decke. Doch was so natürlich aussieht, ist viel harte Arbeit. Im ersten Schritt hat der Architekt Heiko Suhre eine Tiefgarage mit verschiedenen Trennwänden errichtet. "Aus Drahtnetzen und mehreren Modelliermörtel-Schichten haben wir dann die Gänge erstellt und anschließend nach dem Vorbild der Natur gestaltet," erklärt Gehrs. Unterstützung erhielt das Team dabei von der Quick-Mix-Gruppe in Osnabrück, die ihr Know-How, aber auch Materialien und Maschinentechnik zur Verfügung stellte.

Teamarbeit zählt auch unter der Erde

Dabei entdeckte so manch einer verborgene Talente. Denn die Abbildung verschiedener Bodenarten oder des mittelalterlichen Kanaltunnels erfordert Fingerspitzengefühl und künstlerisches Talent. "Es ist wirklich toll, wie die Beteiligten, oft mit verschiedenstem Hintergrund, sich in die Details hinein knien und selbst überlegen, wie die Gestaltung am besten funktionieren könnte," lobt Gehrs. Die Arbeit im Unterirdischen Zoo ist körperlich sehr anstrengend, viele Deckenarbeiten stehen an – da werden Arme lahm und Schultern zwicken. Doch das Team ist motiviert und begeistert an diesem einzigartigen Projekt mitzuwirken. So kümmern sich Peter Kathmann und Thomas Klöcker um die Gestaltung des mittelalterlichen Tunnels und bearbeiten geduldig die Styrodurplatten Schicht um Schicht mit braungefärbtem Mörtel – bis sie wie Jahrhunderte altes Gestein aussehen (siehe Foto). Auch Georg Wiese, Julius Thomas Tamar, Gerd Feldmann (Zoo) und Michael Daher verbringen fast jeden Tag im Unterirdischen Zoo, damit bis zur Eröffnung alles steht.

Farbenlehre der Natur

Für die farbliche Gestaltung der verschiedenen Bodensorten hat Gehrs seinen Freund und Künstler Dieter van Slooten hinzugezogen. Mit dem auf Farbzusammenstellungen spezialisierten Künstler kümmert er sich nun um den letzten Schliff: Die Gestaltung von Podsol-, Schwarzerde-, Prärie- und rotem Sandboden (siehe Foto). Denn jede Tierart ist in einem bestimmten Bodentyp zuhause. "Diese Details verstärken den Effekt, dass der Besucher sich wie unter der Erde fühlt. Und genau das wollen wir erreichen," so Gehrs. Dieses Gefühl findet van Slooten auch besonders spannend an dem Projekt: "Menschen haben von jeher eine enge Verbindung zu Höhlen, denn diese bieten ihnen Schutz. Gleichzeitig nähert man sich den Tieren. Diese beiden Aspekte können die Besucher im Unterirdischen Zoo erleben." Wichtig sei ihm aber auch, das Thema Boden erlebbar zu machen und so für den Bodenschutz zu begeistern.

Die besondere Atmosphäre des unterirdischen Zoos können Besucher ab dem 25. März 2009 selbst erleben. Das Projekt konnte realisiert werden dank der Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Allianz Umweltstiftung und der Niedersächsischen Lottostiftung.


© Parkscout / Zoo Osnabrück




 




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