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Freitag, den 29.06.2012 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Wilhelma Stuttgart: Farbenrausch im historischen Gewächshaus


PressemitteilungWer derzeit das historische Wechselschauhaus der Wilhelma betritt, wird fast schon von der Farbenpracht erschlagen, die ihn dort erwartet. Alljährlich entfalten hier über 200 Fuchsien-Arten und -Züchtungen ihre farbenfrohen Blüten, die an Glöckchen oder Ballerinen erinnern. In rot-weißen und blau-violetten, rosa-roten und lila-weißen Blütenkostümen führen sie ihr alljährliches Fuchsien-Ballett auf. Doch wer weiß, dass Fuchsien nicht nur schöne Blüten treiben, sondern auch leckere Früchte zu bieten haben?

Der Farben- und Formenreichtum der Fuchsien ist unübersehbar. Doch Fuchsien sind nicht nur schön: Vielmehr bringen sie auch Früchte hervor, die sich zu einer delikaten Marmelade verarbeiten lassen. Hierzulande ist das so gut wie unbekannt, doch in der ursprünglichen südamerikanischen Heimat ist Fuchsienmarmelade recht verbreitet. Die reifen Früchte haben eine rötliche bis fast schwarze Farbe und erinnern in Aussehen und Geschmack an Johannis- oder Blaubeeren. Je dunkler sie sind, desto wohlschmeckender ist die Sorte. Leider wird es in der Wilhelma niemals eine reiche Ernte geben, da die Gärtner die Früchte vor ihrem Reifen von den Pflanzen entfernen. Andernfalls wäre es schnell vorbei mit der Farbenpracht, und die Fuchsien würden ihre ganze Kraft nicht in die Blüten sondern in die Früchte stecken.

Dass dem Wilhelmabesucher das farbenfrohe Schauspiel von Juni bis Mitte September erhalten bleibt, ist also nur dem unermüdlichen Einsatz der Wilhelma-Gärtner zu verdanken. Für den Besucher unsichtbar, richten sie täglich das historische Gewächshaus her, gießen, sammeln verblühte Blüten ein und knipsen Fruchtstände ab. Bei über 650 ausgestellten Pflanzen in rund 15 Wildformen und 220 Sorten – insgesamt umfasst die Wilhelma-Sammlung 260 Arten und Züchtungen – ist dies eine Sisyphosarbeit, die jeden Tag aufs Neue ansteht. Und sie geht auch in der kalten Jahreszeit weiter, wenn die Fuchsien ihr Winterquartier hinter den Kulissen beziehen. Denn die Pflanzen sind anspruchsvolle Grazien. Da sie ursprünglich aus den bis zu 3000 Meter hoch liegenden Bergwäldern Süd- und Mittelamerikas stammen, erwarten sie stets luftige, schattige Standorte, eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung sowie ein helles, kühles aber frostfreies Winter­quartier. Bei zu viel Sonne, Zugluft oder Frost beschweren sie sich augenblicklich und unübersehbar bei ihren Gärtnern, indem sie vorzeitig welken oder Läuse bekommen.

Benannt wurden die Fuchsien übrigens nach dem deutschen Botaniker Leonart Fuchs, der einige Zeit in Tübingen lebte und lehrte. In Europa erreichte die Popularität der farben- und formenreichen Fuchsien ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Damals wurden regelrechte Fuchsien-Jagden in Südamerika veranstaltet, um das Angebot in Europa zu vergrößern. Insgesamt sind heute etwa 100 Wildformen der Fuchsien bekannt, die sich leicht kreuzen lassen. Die enorme Vielfalt von 12.000 Zuchtformen ist in den vergangenen 180 Jahren aus ihnen hervorgegangen.

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




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