Partner von Langnese Partner von Marco Polo



Home > Magazin > Wüsten-Krötenechsen in der Wilhelma



Mittwoch, den 13.03.2013 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Wüsten-Krötenechsen in der Wilhelma


PressemitteilungLange galten die auf Ameisen-Nahrung spezialisierten Wüsten-Krötenechsen als äußerst schwierige Pfleglinge und wurden folglich nur sehr selten in Terrarien gehalten. Einfach ist ihre Haltung immer noch nicht, aber heutzutage ist das Futterproblem lösbar, und die Tiere lassen sich auch züchten. Seit Kurzem sind nun im Terrarium der Wilhelma zwei Paare dieser bizarren Reptilien zu sehen.

Krötenechsen sind rundliche, stark abgeplattete Vertreter aus der Familie der Leguane. Charakteristisch für die Bewohner steiniger Halbwüsten: die großen Stachelschuppen am Hinterkopf und der kurze Schwanz. Die Stachelschuppen reichen bei den bis 13 Zentimeter langen Tieren als Schutz aber nicht aus – bei Gefahr drücken sich die tarnfarbenen Echsen daher platt an den Boden. Genügt das immer noch nicht, so können sie aus den Augenwinkeln Blutflüssigkeit verspritzen: ein für die meisten Gegner durchaus abschreckendes Verhalten, das man im Terrarium allerdings nicht zu Gesicht bekommt.

Wüsten-Krötenechsen (ihr wissenschaftlicher Name lautet Phrynosoma platyrhinos) stammen ursprünglich aus dem Westen und Südwesten der USA sowie aus Mexiko. Die kleinen "Monster" in der Wilhelma kennen die amerikanischen Halbwüsten allerdings bestenfalls vom Hörensagen – sie sind in Baden-Württemberg geschlüpfte Nachzuchten. Damit sie sich auch in Menschenobhut rundum wohl fühlen, brauchen die Sonnenanbeter richtig viel Licht. Und auch das "Catering" muss stimmen: Krötenechsen haben sich auf den Verzehr von Ameisen spezialisiert. In der Natur hat das Vorteile: Ameisen sind hier als Futtertiere reichlich vorhanden und werden den kleinen Echsen von anderen Räubern kaum streitig gemacht. Auch im Terrarium müssen folglich Ameisen auf dem Speiseplan stehen. Falls diese nicht in ausreichender Menge verfügbar sind, stäubt man ersatzweise andere kleine Futterinsekten mit einem Pulver aus Ameisensäure und entsprechenden Spurenelementen ein.

Noch sind die Wüsten-Krötenechsen der Wilhelma nicht ausgewachsen. Doch wenn alles gut geht, legen sie im nächsten Jahr Eier, aus denen hoffentlich die nächste Generation kleiner stacheliger Monster schlüpfen wird ...

© Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart




 




KOMMENTARE     Eigenen Kommentar verfassen

Noch kein Kommentar abgegeben!


Hier eigenen Kommentar verfassen


Name (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt, optional)


Webseite (wird angezeigt, optional)
Ihr Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)




Kalender Coaster Modelle T-Shirts Shop auf Freizeitpark.de
Passende Ziele
Zoos und Tierparks
 Wilhelma Stuttgart

Newsletter verwalten

-->