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Freitag, den 04.09.2009 | Dieser Beitrag ist in den Rubriken Zoos und Tierparks und Pressemeldungen zu finden.

Achtung, alter Parkscout-Artikel

Zoo Heidelberg: Weibchen werden heiß bebrütet


PressemitteilungDer Heidelberger Zoo freut sich über seinen jüngsten Nachwuchs. Neun winzige, nicht einmal handtellergroße griechische Landschildkröten bewohnen derzeit ein Terrarium, das im Haus ihrer großen Verwandten, den Seychellen-Riesenschildkröten, untergebracht ist. Zoobesucher können die Zwerge beim emsigen Erkunden ihres Geländes durch die Scheibe beobachten.

Am 12. August sind die ersten drei Landschildkröten geschlüpft, danach folgten ihnen im Abstand von einer Woche sechs weitere. Die frisch aus dem Ei geschlüpften Tiere sind zunächst nach Geschlechtern nicht unterscheidbar. Erst nach vier bis sechs Jahren zeigen sich bei Männchen und Weibchen deutliche Geschlechtsmerkmale. Das Verhältnis der Geschlechter der griechischen Landschildkröten im Zoo ist stark zugunsten der Männchen verschoben: Auf 24 männliche Tiere kommen gerade mal zwei Weibchen. Das soll sich ändern. Deshalb hat der Zoo in die Trickkiste gegriffen und versucht, durch eine höhere Temperatur im Inkubator das Geschlecht zugunsten der Weibchen zu beeinflussen. Eine wärmere Temperatur erhöht nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Brutdauer von etwa 90 Tagen kleine Weibchen schlüpfen.

In den ersten Jahren legen die Schildkröten ungefähr einen Zentimeter in der Panzerlänge zu. Dabei bilden sich durch die regelmäßigen Wachstumsperioden an den Schilden des Rückenpanzers deutlich sichtbare Wachstumsringe aus, die zur ungefähren Altersbestimmung herangezogen werden können. Griechische Landschildkröten können über 100 Jahre alt werden. Ein Geheimnis ihres hohen Lebensalters ist sicher auch der sparsame Umgang mit Energie. Landschildkröten sind in 40 verschiedenen Arten vornehmlich in Afrika, aber auch in Amerika, Europa und Asien beheimatet. Alle Arten haben einen hoch gewölbten, vollständig verknöcherten Panzer. Auffällig sind die massigen Klumpfüße mit fest verwachsenen Zehen und kräftigen Krallen. Kopf, Schwanz und Beine können zum Schutz vor Raubfeinden vollständig in den Panzer eingezogen werden.

Die in Europa heimischen Landschildkrötenarten sind heute streng geschützt. Vor allem die Zerstörung angestammter Lebensräume durch Baumaßnahmen, Einsatz von Maschinen und Herbiziden und die Überweidung durch Nutztiere (Schafe und Ziegen) entzieht den Landschildkröten, insbesondere den empfindlichen Jungtieren, Nahrung und Schutz vor Austrocknung und vor Fressfeinden. Auch durch den Handel dieser bedrohten Tierarten, der inzwischen verboten ist, sind die Bestände der europäischen Landschildkrötenarten in weiten Teilen Südeuropas beträchtlich zurückgegangen.


© Parkscout / Zoo Heidelberg




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